Ahmadiyya Gemeinde pflanzt Baum der Freundschaft

„Wir glauben an einen Gott“ – christlich-muslimischer Baum der Freundschaft steht in Bethanien


„Wir glauben auf unterschiedliche Weise an einen Gott der Liebe und des Friedens“, ist sich der Leiter des Bethanien Kinder- und Jugenddorfes in Schwalmtal, Dr. Klaus Esser, sicher. „Wir setzen mit der gemeinschaftlichen Aktion ein Signal, dass wir als christliche Gemeinschaft in einen Dialog mit den Menschen muslimischen Glaubens treten, dass wir uns gegenseitig respektieren und miteinander leben. Ich freue mich sehr darüber, dass wir das mit einem Baum des Friedens gemeinsam ausdrücken.“

Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde pflanzt bereits den vierten Baum der Freundschaft

Es ist schon der vierte Baum, den die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde für Mönchengladbach und den Kreis Viersen pflanzt, der zweite davon in Bethanien. Deutschlandweit setzt  die muslimische Gemeinde Bäume der Freundschaft, die Frieden und Liebe unter unterschiedlichen Kultur- und Religionskreisen symbolisieren sollen. „Das ist gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Zeichen“, sagt Walied A. Janjua als Sprachrohr der Gemeinde. „Schon der Ausdruck ‚Islam‘ trägt das Wort Frieden in sich und uns ist es wichtig, dass der Islam in keiner Weise Gewalt lehrt oder rechtfertigt. Wir stehen hier, weil wir uns Frieden für alle wünschen.“ Das ist ein klares Signal für eine in Pakistan und Indien verfolgte Glaubensminderheit.
Und so feiert das Bethanien Kinder- und Jugenddorf mit der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde im Rahmen des Sommerfestes des Kinderdorfes ein buntes, interkulturelles Zusammenkommen: Die Gemeinde hat Fähnchen mit Friedenszeichen vorbereitet, die die Botschaft der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde tragen: „Liebe für Alle, Hass für Keinen“.

Zwischen den Köpfen schimmern Kopftücher und der traditionelle Habit der Dominikanerinnen

Kinder aus dem Kinderdorf und Kinder der muslimischen Gemeinde halten die Fähnchen in den Händen. Erwachsene aus dem Kinderdorf, Schwestern und muslimische Gemeindemitglieder steigen auf die Leiter und binden Friedensbotschaften mit Zitaten aus der Bibel und dem Koran an den Ästen des gepflanzten Tulpenbaums an. In Mitten der Gemeinschaft blitzen immer wieder farbenfrohe Kopftücher sowie der weiße Stoff des traditionellen Habits der Dominikanerinnen auf. Die Geräuschkulisse ist unterlegt mit Kinderlachen, es finden Gespräche in unterschiedlichen Sprachen statt und das Geräusch der im Wind wehenden Fähnchen dient zur Untermalung. Aus dem Pavillon der Gemeinschaft duften die leckeren Speisen aus den Herkunftsländern der muslimischen Gemeinde, die extra für diesen Tag gekocht und die umsonst als Gastgeschenk ausgegeben werden. Das alles schafft eine wunderschöne Kulisse für eine wachsende interreligiöse Freundschaft.

Weitere Informationen zum Bethanien Kinderdorf und zur Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde finden Sie im Internet: www.bethanien-kinderdoerfer.de  und www.ahmadiyya.de

 Herzlichen Dank an die 47Design Werbeagentur für die fotografische Begleitung.

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