Canon-Workshop im Kinderdorf

Du bist schön, so wie du bist

Wie sehe ich mich selbst und was finde ich eigentlich gut an mir – das war Thema eines gemeinsamen Fotoworkshops mit der Firma Canon und den Kindern und Jugendlichen des Schwalmtaler Bethanien Kinderdorfes. Einen Vormittag lang haben vier Mitarbeiter des Unternehmens mit den Kindern gearbeitet und sind auf Entdeckungstour mit der Kamera gegangen.

Durch unterschiedliche Rätsel macht Fotoingenieurin von Canon Anke Jäger die Kinder mit der Kamera vertraut: In einer Art Suchspiel fotografieren die Nachwuchsfotografen Detailaufnahmen im Begegnungszentrum des Bethanien Kinderdorfes, die anderen Kinder müssen erraten, welches Motiv auf den Fotos abgebildet werden.
In einem zweiten Spiel wird die Belichtungszeit der insgesamt dreißig Digitalkameras getestet: Im abgedunkelten Raum und mit Taschenlampe bewaffnet, versuchen die Kinder Leuchtmotive in die Linse zu zaubern. Die 9-Jährige Cansu schafft es sogar, mit der Taschenlampe ihren Namen im Foto abzubilden.
„Nachdem ihr nun alle erfolgreich eure Kamera bedienen könnt, machen wir uns an die eigentliche Aufgabe“, fährt Anke Jäger fort. „Wie sehe ich mich eigentlich selbst?“ Mit Hilfestellung schreiben die Kinder auf, welche Eigenschaften sie an sich mögen, in welchen Situationen sie sich besonders stark fühlen und wie sie glauben, dass andere sie sehen. Anschließend versuchen sie ihre Ideen gemeinschaftlich in Fotos umzusetzen. Bei den 7 bis 18-Jährigen entstehen ganz unterschiedliche Szenen: Jessica, 11 Jahre, zeigt stolz ihre Skier in die Kamera. „Das Skifahren habe ich hier in meiner Kinderdorffamilie gelernt“, erklärt sie. „Das schafft eine besondere Verbindung zu meiner Familie hier. Wenn wir Skifahren, bin ich glücklich.“ Der 9-jährige Tim hat seinen Borussia Mönchengladbach-Schal mitgebracht und schwärmt: „In Gladbach bin ich geboren und deswegen bin ich stolzer Fan. Ich spiele gut Fußball.“ Die 18-jährige Yasemin kann differenzierter darstellen, welche Eigenschaften sie an sich mag. Optisch schätzt sie ihre Augen, stolz ist sie auf ihre musikalische Begabung. „Jeder Mensch hat zwei Seiten, eine für sich selbst und eine, die die anderen sehen“, sagt sie. „Ich fotografiere mich deswegen mit einer Hand vor dem Auge, sodass man nur die eine Gesichtshälfte sieht.“
Die Ergebnisse der Kinder und Jugendlichen sind genauso unterschiedlich wie ihre Geschichten und Begabungen. „Die Situation vor der Kamera ist eine schöne Möglichkeit sich selbst zu entdecken, dass wir alle tolle Seiten haben, auf die wir stolz sein können“, schließt Canon-Mitarbeiterin Susanne Kreitz. „Das möchten wir den Kindern mit auf den Weg geben.“

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