Besonderer Gast: Xavier Naidoo im Bethanien Kinderdorf

Xavier Naidoo war im Bethanien Kinder- und Jugenddorf zu Besuch und hat sich nicht nur mit Schwester Jordana getroffen, sondern auch die Musikschule besucht.

„Es gibt nichts, das so schön ist wie du“ – Xavier Naidoo war zu Besuch im Bethanien Kinderdorf

„Bitte höre nicht auf zu träumen von einer besseren Welt“, singt Xavier Naidoo in einem seiner bekannten Lieder. „Hoffen gegen alle Hoffnung“: Der Wahlspruch von Pater Lataste weist den Dominikanerinnen von Bethanien schon seit rund 150 Jahren den Weg, nicht nur in der Kinderdorfarbeit.
Für denjenigen, der die Ähnlichkeit der beiden Lebensmottos begreift, scheint es fast nicht verwunderlich, dass Xavier Naidoo und Dominikanerin Schwester Jordana aus dem Bethanien Kinder- und Jugenddorf über kurz oder lang einmal zusammentreffen müssen:  2008 waren beide an der CD-Produktion „Spurensuchen“ beteiligt, waren sich aber bei den Aufnahmen nie begegnet. Heute, rund acht Jahre später, holen sie diese Begegnung im Rahmen von Filmaufnahmen zu einer Dokumentationsfortsetzung des Filmemachers Harold Woetzel im Bethanien Kinder- und Jugenddorf nach.
Winkend und applaudierend stehen die Kinder und Jugendlichen des Kinderdorfes im Park vor dem Haus Clee, als Xavier Naidoo, den sie aus TV-Formaten wie „Sing meinen Song“ oder durch den WM-Song kennen, mit seiner Filmcrew am Gründonnerstag auf das Gelände an der Ungerather Straße fährt. In erster Linie ist er gekommen, um sich mit der bekannten Ordensschwester über Glaubenswege und Spiritualität auszutauschen, gleichzeitig wird er aber auch das Kinderdorfleben kennenlernen. „Seit vielen Jahren engagiert sich Xavier gegen Kinderarmut und unterstützt soziale Projekte in Mannheim“, erklärt Schwester Jordana. „Ich freue mich, ihm zu zeigen, was wir hier tun.“ Schwester Jordana lädt den Musiker ins Brückenhaus ein, hier lebt sie mit fünf Kindern, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren leiblichen Familien leben können, als Kinderdorffamilie zusammen. Geduldig nimmt sich Naidoo viel Zeit, um sich von jedem der fünf Kinder die Zimmer zeigen zu lassen, um gemeinsam Kuchen zu essen, sich über Hobbies und Berufswünsche auszutauschen und mit ihnen ausgiebig rumzualbern. „Auch diese Lebensform ist für mich Berufung“, sagt Schwester Jordana im gemeinsamen Gespräch. Christlicher Glaube, aber auch die Frage, wie dieser gelebt wird, ist ein wichtiges Thema für beide: Die Frage danach, was Glauben und Christentum bedeute, verfolge den Musiker schon länger als sein halbes Leben, erklärt er im Gespräch. Dass auch Musik ein gemeinsames Thema des Kinderdorfes und des Musikers sind, vermitteln die Kinderdorfkinder bei seinem Besuch in der Kinderdorfeigenen Musikschule: Gemeinsam mit Gesangslehrerin Franka von Werden haben die kleinen Musiker ein Medley aus Liedern des Popstars vorbereitet, das sie ihm stolz vorsingen. Xavier Naidoo feuert die Kinder an und stimmt beim letzten Lied selbst mit ein. „Es gibt nichts das so schön ist wie du“ singt er und zeigt auf die einzelnen Kinder. „Wahnsinn. Ich bin so stolz auf euch“, bedankt er sich sichtlich gerührt. „Musik wirkt heilsam, das spürt jeder hier im Raum.“

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