HERZLICH WILLKOMMEN IM BETHANIEN KINDERDORF SCHWALMTAL

135 Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können, finden im Kinder- und Jugenddorf in Schwalmtal-Waldniel im ländlichen Gebiet des Niederrheins ein liebevolles und familiäres Zuhause: Rund um den Weiher, der inmitten des großen Parks liegt, sind die ersten Wohnhäuser im holländischen Stil von den Dominikanerinnen von Bethanien erbaut worden. Inzwischen bieten weitere Häuser in und um Waldniel, zum Beispiel in den Orten Leloh und Amern oder auch in Wegberg-Klinkum, Wohn- und Lebensraum für die Kinderdorffamilien und Gruppen. Zu allen Häusern gehört ein eigener Garten als Rückzugsort. Der Pädagogische Fachdienst bietet unterschiedliche Therapie- und Fördermöglichkeiten an, die von unseren Kindern und Jugendlichen genutzt werden können: Zum Angebot gehört neben einem Reiterhof auch eine eigene Musikschule. Gleichzeitig ist das Bethanien Kinder- und Jugenddorf in Schwalmtal Träger von einem Familienzentrum mit Kindertageseinrichtung und zwei weiteren Kindertagestätten mit insgesamt 170 Plätzen. Obwohl das Kinder- und Jugenddorf stetig wächst, findet der Mittelpunkt des Zusammenlebens auf dem Gelände an der Ungerather Straße statt. Rund 200 Menschen arbeiten hier unter der Leitung von Kinderdorfleiter Dr. Klaus Esser.

BETREUUNGSANGEBOT

Mit unseren unterschiedlichen Betreuungsformen versuchen wir das bestmögliche Zuhause für die uns anvertrauten Kinder zu finden. Im Kinderdorf in Schwalmtal gibt es vier Kinderdorffamilien auf dem Gelände, zwei Familien leben etwas außerhalb. Ebenfalls auf dem Gelände leben fünf Wohngruppen, weitere drei Wohngruppen sind in Klinkum und in Ungerath. Unsere Jugendwohngruppe in Amern schenkt Heranwachsenden ab 14 Jahre ein Zuhause. Das Bethanien Kinderdorf beschäftigt zudem eine SozialPädagogischeLebensgemeinschaft. Nur tagsüber werden die Kinder in der Tagesgruppe betreut.
In der FamiliärenBereitschaftsBetreuung wird temporär und kurzfristig für Kinder ein Zuhause auf Zeit gesucht. Das Betreute Wohnen unterstützt Heranwachsende mit und ohne Behinderung, die im Alltag noch Begleitung benötigen.

Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Betreuungsangebote finden Sie auf unserer Seite für die Jugendämter.

ANSPRECHPARTNER

dr. klaus esser

Dr. Klaus Esser ist Kinderdorfleiter im Bethanien Kinder- und Jugenddorf in Schwalmtal.
Für erste Anfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat. Frau Ruth Tumbrink und Schwester Anna-Maria helfen Ihnen gerne weiter und verbinden Sie mit dem richtigen Ansprechpartner für Ihr Anliegen.

Fon +49 (0) 2163 4902 324
Fax +49 (0) 2163 4902 300
Oder schicken Sie eine E-Mail schwalmtal@bethanien-kinderdoerfer.de

VIDEOTOUR

Lassen Sie sich von Jan und Massi in unserer Videotour durch das Kinderdorf führen.

ANFAHRT

Bethanien Kinder- und Jugenddorf
Ungerather Str. 1-15
41366 Schwalmtal
Fon +49 (0) 2163 4902-0

Anreise mit dem PKW
Autobahn A52 aus Richtung Düsseldorf in Richtung Mönchengladbach/Roermond, Abfahrt Schwalmtal. An der Abfahrt Ampel links, nach 500m Kreisverkehr in Richtung Ortsmitte fahren und den folgenden Kreisverkehr geradeaus verlassen. Linkerhand liegt das Kinderdorfgelände hinter einer großen Mauer, die Einfahrt ist direkt vor der Fußgängerampel.
Autobahn A61 aus Richtung Koblenz in Richtung Mönchengladbach, dann am Kreuz Mönchengladbach auf die A52 in Richtung Roermond wechseln. Weiter wie A52.
Autobahn A57 aus Richtung Köln in Richtung Krefeld/Neuss. Am Kreuz Kaarst auf die A52 in Richtung Mönchengladbach/Roermond. Weiter wie A52.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Vom Hauptbahnhof Mönchengladbach aus ab Busbahnhof (gegenüber dem Hauptbahnhof) mit dem Schnellbus-Linie SB83 oder Linie 13, bis Schwalmtal-Waldniel, Haltestelle „Kirche“. Von der Haltestelle „Kirche“ bis zum Kreisverkehr. Am Kreisverkehr links in die „Lange Straße“. Die „lange Straße“ bis zum Ende gehen. An der Mauer vorbei. Am Kreisverkehr links in die „Ungerather Straße“, die Mauer entlang bis zur Fußgängerampel links in das große Tor. Sie befinden sich dann auf dem Kinderdorfgelände.

Kidoplan Schwalmtal 2016

Der Pädagogische Fachdienst

Der Pädagogische Fachdienst leistet mit seinen Angeboten einen Beitrag zur Entwicklung der im Kinderdorf lebenden Kinder und Jugendlichen und hilft ihnen gleichzeitig, ihre oft schwere Lebensgeschichte aufzuarbeiten. Er ergänzt und bereichert mit seinen Aktivitäten die ganzheitliche Erziehung im Kinderdorf. Die Stärken der Kinder und Jugendlichen und ihre Begabungen stehen dabei im Vordergrund. Damit ist Arbeit des Pädagogischen Fachdienstes integrierter Bestandteil der pädagogischen Arbeit der Gruppe, in der das Kind lebt.
Im Bethanien Kinder- und Jugenddorf gibt es fünf festangestellte Fachpädagogen. Der Bereich der Musikpädagogik wird durch weitere Honorarkräfte unterstützt. Neben der Musikschule, in der auch die Kinderdorfband La Taste gegründet wurde, gibt es die Kidoranch, auf der Heilpädagogisches Reiten angeboten wird, eine Freizeitwerkstatt, unterschiedliche Angebote in der Sportpädagogik, der Psychomotorik und der Verselbstständigung, schulische Zusatzförderung und ein Jugendzentrum, in dem die Jugendpädagogik im Vordergrund steht.
Der Pädagogische Fachdienst wird hauptsächlich über Spenden finanziert.

Kinder.Kunst.Festival Bethanien Kinder- und Jugenddorf Schwalmtal, 15.06.2015  (c) Ricarda Piotrowski / Team Uwe Nölke | Fotografie & Film für Menschen & Unternehmen, D-61476 Kronberg, Brunnenweg 21, Tel +49 6173 32 14 13, look@team-uwe-noelke.de, www.team-uwe-noelke.de

Auf der „Kidoranch“ des Kinderdorfes leben drei Pferde, zwei Ponys und ein Esel. Hier lernen die Kinder nicht nur das Reiten, sondern sie finden in den Tieren auch ihr Vertrauen wieder. Viele Kinder, die schlechte Erfahrungen mit Nähe gemacht haben, blühen im Kontakt mit den Tieren auf, sie werden zu ihren Freunden. Mit der Hilfe unserer Reitheilpädagogin Vera Weyers lernen die Kinder, Ängste abzubauen und Verantwortung zu übernehmen. Auch für unsere Kinder mit Behinderung ist die Kidoranch eine tolle Einrichtung, sie lernen ihren Körper besser kennen und steigern die motorischen Fähigkeiten. Das heilpädagogische Reiten finanziert sich über Spendengelder.

Psychomotorik

Wenn die Kinder in das Kinderdorf kommen, leiden sie oft an Entwicklungsverzögerungen. Im eigenen Psychomotorikraum des Kinder- und Jugenddorfes kann mit den Kindern an ihrem Körpergefühl und ihrer Wahrnehmung gearbeitet werden. Es gibt Parcoursmöglichkeiten und Geschicklichkeitsübungen im Materialraum, genauso wie Bälle, Matten, Rollbretter und Hilfsmittel unterschiedlicher Materialien.  Wir beschäftigen Pädagogen mit spezieller Ausbildung in der Psychomotorik.

MUSIKPATE

Die Musik spielt eine große Rolle im Kinder- und Jugenddorf in Schwalmtal. Seit über 30 Jahren arbeitet Musiklehrer Wolfhelm Ostendarp in der kinderdorfeigenen Musikschule. Die Arbeit mit den Kindern unterscheidet sich von der Arbeit im traditionellen Musikunterricht: Im Kinderdorf steht Leistung im Hintergrund, es spielt keine Rolle, ob die Musikschüler sich kontinuierlich steigern oder schwerere Noten spielen können. In der Kinderdorf-Musikschule bekommen Stimmungen einen Raum, Musik wirkt als Therapie: Die Kinder verarbeiten ihre Geschichte, bauen Selbstvertrauen auf und lernen, in Gruppen zusammenzuspielen. Neben Einzelunterricht in den unterschiedlichsten Instrumenten, gibt es Band- und Chorangebote. Seit 25-Jahren steht die Kinderdorfband „La Taste“ mit wechselnder Besetzung auf der Bühne und gibt auch über die Grenzen von Deutschland hinaus immer wieder Konzerte, die „Kleinen Sänger“ treten als Kinderchor regelmäßig im Altersheim auf und die Musicalgruppe „Die K-Town-Kids“ schreibt ihre Stücke selbst.

Freizeitwerkstatt

In der Freizeitwerkstatt arbeitet Reinhard Ziegler gemeinsam mit den Kindern zusammen, die sich für das Handwerk interessieren. Der Freizeitpädagoge muss dabei nicht wirtschaftlich arbeiten, sondern kann mit den Kindern in aller Ruhe Haushaltsgeräte reparieren, die in den Kinderdorffamilien- und –gruppen ausrangiert wurden, oder die Fahrräder so in Stand bringen, dass sie funktionieren und gefallen. Auch der Floßbau im Sommer und die anschließende gemeinsame Tour auf dem Kinderdorfweiher sorgt jährlich für viel Spaß. Die Freizeitwerkstatt bietet einen geschützten Raum, um sich auszuprobieren und die eigenen Grenzen zu überwinden: „Das schaffe ich nicht“, gibt es hier nicht.

Schulische-Zusatzförderung

Das Bethanien Kinder- und Jugenddorf kann über Fördergelder externe Nachhilfelehrer beschäftigen: Viele der Kinder haben eine Lernschwäche und benötigen Unterstützung, um den Anforderungen der Schule gerecht zu werden. Viele Kinder leiden auch an Entwicklungsverzögerungen: In Einzelstunden bietet unsere Fachpädagogin Beate Molls-Krüger Lese- und Rechtschreibförderung an.

Kinder.Kunst.Festival Bethanien Kinder- und Jugenddorf Schwalmtal, 15.06.2015  (c) Team Uwe Nölke | Fotografie & Film für Menschen & Unternehmen, D-61476 Kronberg, Brunnenweg 21, Tel +49 6173 32 14 13, look@team-uwe-noelke.de, www.team-uwe-noelke.de

Das Bethanien Kinder- und Jugenddorf hat ein eigenes Jugendfreizeitzentrum, in welchem ein offener Treff für Jugendliche stattfindet. Im jugendlichen Alter orientieren sich die Heranwachsenden oft außerhalb ihrer Kinderdorffamilien oder –gruppen. Das Jugendfreizeitzentrum bietet mit Anleitung durch Pädagogen René Schellbach einen geschützten Raum zum Niederlassen, zur Freizeitgestaltung und zum gemeinsamen Chillen. Das Jugendfreizeitzentrum verfügt über einen Billiardraum und ein eigenes Internetcafé. Auch der NullFluppClub, der Nichtraucherclub, und der Kidorat nutzen die Räumlichkeiten regelmäßig.

Der Soccercourt als aktuelles Spendenprojekt

Unter der Anleitung des Sportpädagogen René Schellbach gibt es unterschiedliche sportliche Angebote für Mädchen und Jungen im Kinderdorf. Das Kinderdorf hat nicht nur seine eigene Fußballmannschaft, sondern auch ein Schwimmbad. Die Mädchen sind großer Fans vom Fitnessboxen. Als ausgebildeter Cool-Down-Trainer lässt René Schellbach Inhalte aus dem Antiaggressionstraining in die Sportpädagogik mit einfließen.

Verselbstständigung

Wenn mit 18 Jahren die Jugendhilfe ausläuft, müssen die Heranwachsenden auf das selbstständige Leben vorbereitet sein. Im „Fit For Life“-Programm durchlaufen sie frühzeitig Inhalte, die sie im späteren Leben brauchen: Wie wasche ich meine Wäsche? Wie bewerbe ich mich um eine Stelle? Wie beantrage ich Strom und Telefon? Worauf muss ich achten, wenn ich meine erste eigene Wohnung miete?
Das Verselbstständigungsprogramm setzt sich aus unterschiedlichen Kursen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen. Ziel ist es, die Jugendlichen auf den Auszug aus dem Kinderdorf und die damit verbundenen Pflichten und Anforderungen einzustellen. Nach Durchlaufen des Programms gibt es nicht nur eine Urkunde, sondern auch ein Geschenk, das den Heranwachsenden zukünftig den Alltag erleichtern soll: Ob ein Kochtopfset oder ein Werkzeugkasten, die Wünsche sind vielfältig.

„ Als stellvertretender Bürgermeister bin ich dankbar, das Kinderdorf Bethanien in unserer Gemeinde zu wissen und erlebe diese Einrichtung als eine Bereicherung für das Gemeinschaftsgefüge am Ort.”

Kurt van de Flierdt